On the Road for

19.04.2018, Moose Creek, ON Kanada

Winter is back ❄


Während in Deutschland die Temperaturen derzeit wieder steigen, hat es hier nochmal so richtig abgekühlt.

Die letzten Tage durften wir uns mit reichlich Sonne und Temperaturen um die 7° + betanken.

Was nach dem langen Winter hier der reinste Genuss war.


Aber nun siehts wieder ganz anderst aus:

5mm Eis auf dem Auto und dem Equipment, Schneestürme, tagelang ausfallender Strom, - DENQBAR , gut wenn man seine eigene autarke Stromversorgung mit hat - eiskalter Wind uvm. stehen wieder auf dem Tagesplan.

V.a. die vielen Gänse, die hier die letzten Tage aus dem Süden zurückgekehrt sind tun uns leid, denn die drehen jetzt nämlich völlig hohl und wissen gar nicht wohin.


Während sich hier nun die Maple-Sirup Saison dem Ende neigt und sich unsere Arbeit hier nun immer mehr auf das Final-Cleaning konzentriert, sind wir uns derzeit am neu-Managen und am Entscheidungen-treffen, wo es als nächstes für uns hingeht.

Fakt ist allerdings, dass wir beschlossen haben uns die kommenden Monate erstmal noch auf das Arbeiten und Geld-ansparen fokusieren werden, bevor es dann wieder ans "richtige" Reisen geht.


Wir haben ausserdem noch unsere vergangen freien Tage für ein paar kleinere Ausflüge genutzt, u.a. zu einem wirklich coolen Wildtierpark, der vom Aufbau ziemlich dem JurrasicPark gleicht und der sich vor allem um angefahrene und verletzte Wildtiere kümmert.

Thank you so much @Emilie Whissell for the unforgettable trip, the time you spent with us and the places and spots you showed us!! We are endlessly thankful and glad to meet you

06.05.2018, Napanee, ON Kanada

Goodbye Sand Road


Dass die Maple Season nun vorbei ist, hatten wir euch vor einigen Wochen schon mitgeteilt, denn damit ging auch das Ende unserer (Artbeits)-Zeit auf der Sand Road einher.

Nach dem letzten, großen Cleaning genossen wir gemeinsam mit dem ganzen Team eine Geburtstagsparty, welche wir auch zeitgleich als Abschiedsparty nutzten.

(At this point we would like to thank the whole Sand Road Team for the unforgettable experience and the wonderful time there.)


Wir sind in der Zwischenzeit schon weitergezogen und befinden uns seit nun gut 1,5 Wochen im Umkreis von Napanee, wo wir, so wie es bisher aussieht, für die nächsten Monate erstmal bleiben und arbeiten werden. Die 1,5 Wochen haben wir nämlich genutzt, um uns hier erst einmal einzuleben, bis andere Arbeiter nachziehen. "Hier" bedeutet in unserem Fall auf einer sehr großen und verlassenen Farm, die einem Schaubild eines perfekten Horrorfilm-Szenarious gleicht.

Unser erster Eindruck spiegelte neben verlassene Scheunen, einem leblosen Spielplatz und tausend undefinierbaren Geräuschen, die vom Wind durch lose Türen, brüchige Fenster, kinderlose Schaukeln und offene Hausrillen, nichts anderes als den perfekten "The Walking Death" Drehplatz wider. Das eine odere andere (Tier)-Grab mal außen vor gelassen.

Allerdings soll gesagt sein, dass wir uns vorerst auch dazu entschlossen haben, hier in Ontario zu bleiben und noch nicht in den teureren Westen zu gehen. Denn hier, wo wir uns gerade befinden, ist nicht viel Touristik, der Melting-Pot ist überhaupt nicht auffällig, die Liefer- und Importbedingungen für Lebensmittel sind herrvorragend und auch andere Faktoren, die die Gegend oder die Supermärkte teuer machen würden, sind hier nicht gegeben. Sprich, optimale Bedingungen, um günstig Leben und v.a., was in unserem Fall mehr als wichtig für die Weiterreise ist, Geld ansparen zu können.


Im Endeffekt trifft jeder seine eigenen Entscheidung, ob man lieber für etwas weniger Geld und bei höheren Ausgaben direkt im Paradies oder tatsächlich in den abgelegeneren Gebieten Kanadas zwar nicht alle Annähmlichkeiten wie in einer Touristengegend genießt, dafür aber mehr Geld verdienen und weniger ausgeben kann.

Auch wenn es oftmals ein harter und sehr anstrengender Job sein wird, sind wir nun mehr als glücklich, diese Gelegenheit hier bekommen zu haben und schauen gespannt nach vorne wie es weitergehen wird.


Glücklich sind wir aber vor allem deswegen, weil wir realisiert haben, dass auf diesem Weg die wirklich kanadische Mentalität aufgesogen werden kann, denn in größeren Touristengegenden und - Städten war uns dies bisher zu europäisch angehaucht. Auch die Tatsache, dass die englische Sprache umungänglich ist, wirkte sich bis heute mehr als positiv und erfreulich auf uns aus! :)


Alles hier sieht nämlich genauso aus, wie Filme uns mit solch einer Kulisse versuchen zu suggerieren, dass man sich von hier besser fernhaltenn sollte, nur dass es für uns eben kein Film, sondern unser neuer, provisorischer "Wohnsitz" ist.


-> Wie wir hier gelandet sind?

Lange Rede, kurzer Sinn, einer von uns war wohl eines unbestimmten Abendes einfach so übermüdet, dass er gegen Ende der Saison unverbindlich einen Sand Road Gast gefragt hatte, ob er zufällig Arbeitshände suche, im Vorhinein jedoch nicht wirklich registriert hatte, dass dieser Gast der Chef einer großen Construction-Firma ist.


Für uns heißt es nun: Ab auf die Baustelle, denn wir dürfen in den nächsten Monaten ein beeindruckendes Projekt begleiten, hier arbeiten und auch in einigen Parts selbst kreativ mitwirken.

Aufgaben wie die komplette Gestaltung und Organisation der Mitarbeiterunterkunft - das hier leerstehende Haus - und selbst die Notfallversorgung auf der working area obligt unserer Eigenständigkeit. Fühlt sich fast so an als hätte wir uns hier ein eigenes Grundstück mit Haus und Extras gekauft. :D

An der Stelle muss man einfach erwähnen, was uns am ersten Tag mit auf den Weg gegeben wurde:

"Hier sind die Schlüssel für das Haus, das sind die Schlüssel für den Truck, der Truck steht übrigens da drüben und das ist meine Kreditkarte. Alles bitte einfach nicht verlieren und viel Spaß."


Von einem tollen Stellplatz, kostenloser Verpflegung und vielen anderen Benefits mal ganz abgesehen, bekommen wir hier einen wirklich fairen Lohn.

Uns soll nochmal jemand sagen, als Work and Traveler bekäme man hier fast immer nur den Mindestlohn, hätte hohe Ausgaben für Unterkünfte und Lebensmittel, sei man sonst hier und dort eingeschränkt und könne nichts groß ansparen, - ganz im Gegenteil, alles eine Frage des Managements, der Gewohnheiten und der Komfortzone.

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