On the Road for

> Was es Neues gibt <

Wir haben uns nun endgültig dazu entschlossen erst einmal an unserem derzeitigen Standort für die nächsten Monate zu bleiben. Gründe dafür gibt es viele, abgesehen davon, dass wir uns mehr als glücklich schätzen dürfen an solch tolle Jobs gekommen zu sein, haben wir nach den letzten Wochen Einarbeitung nun auch einen genauereren Eindruck bekommen was unsere Aufgaben umfässt. So ist Sandra mittlerweile für das komplette Management der Mitarbeiterunterkunft als auch für deren Nahrungsversorgung und vieles mehr allein und eigenverantwortlich zuständig. Fabian arbeitet fleißig auf der Hauptbaustelle mit, kümmert sich um die Kraftstoffversorgung der Baumaschinen und hilft am Wochenende ebenfalls in der Mitarbeiterunterkunft mit.


Alle beide sind wir ausserdem die First Responder Paramedics vor Ort. Wir arbeiten derzeit zwischen 13 und 16h pro Tag und Freizeit bleibt (noch) eigentlich so gut wie keine, bis auf das Wochenende, das wir dennoch nutzen können um die Gehend zu erkundigen, da wir die Freiheit genießen, uns die Arbeit selbst einteilen zu können.


Was uns dennoch dazu bewegt auf einer Weltreise derartige Jobs anzunehmen?

Für Work & Traveler bekommen wir einen sehr guten Lohn! Weitaus besser als bei unseren ersten Jobangeboten.... Wir bekommen Verpflegung, Unterkunft, Waschmöglichkeit und vieles mehr kostenlos dazu. Und das aller Beste obendrauf, wir bekommen einen Geschäftswagen gestellt mit gerade mal 4000 km drauf und ein Geschäftshandy. So können wir während unserer Arbeit hier nun auch unseren LT mehr als erfreulich für die Weiterreise schonen. Eines haben wir wohl definitiv mit diesem Job hier - und zwar ein riesen Glück! 🍀


Und so anstrengend diese Arbeit hier auch sein mag, all diese Extras, die perfekte Möglichkeit Geld für die Weiterreise ansparen zu können und vieles, vieles mehr, lassen uns schnell die Strapazen vergessen und nach vorne Blicken, um uns noch mehr auf die Weiterreise freuen zu können und den Blick nach vorne zu richten !

10.06.2018, Napanee, ON Kanada

Hello Construction!


Nach nun fast einem Monat Informationsstillstand, haben wir nun endlich mal wieder ein bisschen Luft, um euch über den neusten Stand der Dinge zu informieren


Die letzten Wochen waren schlicht und ergreifend einfach nur "Crazy" 🤪🙆🏼

Was wir hier eigentlich machen, die neusten News und vieles mehr gibts hier nun zusammengefasst 📌

Wir arbeiteten quasi rund um die Uhr und jeden Tag der Woche. Uns werden allmählich ein paar für uns sehr wichtige Dinge immer klarer vor Augen geführt:

Eine Weltreise wie wir sie machen bedeutet v.a. Eines: Viel Arbeit!


Ganz besonders wenn man, wie wir, auf das Arbeiten unterwegs angewiesen ist, um weiter zu kommen. An diesem Punkt könnte man sich nun auch die Frage stellen: "Warum nicht einfach erstmal das ganze Geld ansparen und dann gemütlich und sorgenfrei Reisen?"


Diese Frage lässt sich unserer Meinung nach nur unglaublich schwer verallgemeinernd beantworten, da es hier wohl mehr um den jeweiligen Charaktertyp und den Geschmack der Reisenden geht. Was wir nun allerdings definitiv für und behaupten können: Unserer Meinung nach gibt es keinen besseren Weg eine andere Kultur, andere Menschen und v.a. ein fernes Land und dessen Mentalität ausgiebig kennenzulernen, als dort zu arbeiten und sich mitten unter das fremde Altagsgeschehen zu mischen. So anstrengend es auch gerade ist, so sind wir dennoch mehr als glücklich diesen Weg gewählt zu haben!

Denn wir bekommen gerade den Rundum-Einblick in die Welt Kanadas, dessen Sorgen und Vorzüge und vor allem davon, wie es einem in Kanada unter unterschiedlichsten Einflüssen wirklich ergeht.

Zukünftig werden wir sogar noch mit einem verschärfteren Sinn nach vorne blicken, denn seit Anfang Mai haben wir ein neues Familienmitglied unter uns: Unser neues Familienmitglied ist ein Alaskan Malamute und heißt Yvar.

Wie er zu diesem Namen gekommen ist? Er war zu Beginn Einer der wacklicksten auf den Beinen aus seinem Wurf. Dazu noch sein eisiges Aussehen und sein ausgeprägt frecher Krieger-Charakter erinnerten uns sofort an den Vikingersohn "Ivar" von Vikings. Und da ihm dieser Name auch selbst sehr gut gefallen zu schien/ scheint, war diese Entscheidung schnell getroffen.


> Was wir hier eigentlich machen <

Wir arbeiten für eine Powerline Firma, welche sich darauf spezialisiert Hochspannungsleitungen sowohl auf Mästen als auch im Untergrund zu installieren und zu verlegen.


Bei diesem Projekt, bei dem wir gerade eingesetzt werden, müssen wir Ober- und Untergrundleitungen verlegen und das für eine Strecke von 16 Kilometern. Dafür kommen schwere Geräte zum Einsatz, viel Manpower und sogar Dynamit.... Ja richtig gelesen, der Boden in dieser Gegend ist teilweise so hart und voller Gestein, dass sogar ein normaler Bagger versagt. So müssen wir Bohrungen vornehmen und die betroffenen Abschnitte sprengen, um das Gestein zu lockern.  💣


Ebenso ist der Grundwasserspiegel hier derart hoch, dass viele Abschnitte des Kabelgrabens teilweise bis zu 1m unter Wasser stehen und wir damit beschäftigt sind das Wasser mit Hochleistungspumpen wieder heraus zu bekommen und vom Graben fern zu halten, zumindest so lange wie wir in den Gräben arbeiten und die tonnenschweren Erdkabel verlegen. Harte Arbeit aber dafür eine unglaubliche lehrreiche, interessante und vor allem herausvordernde Zeit.


> Ach ja und by the way <

Wer denkt in Kanada gibt es nur 🐻, 🦌, 🐺 und all die üblichen Tiere, die man mit diesem Land in Verbindung bringt, der täuscht sich gewaltig!

Wir arbeiten bspw. gerade in einem Gebiet, das voll mit Schildkröten ist, u.a. den wirklich großen und etwas beängstigend starken Schnapschildkröten und Schlangen! Um genauer zu sein hatten wir bisher eigentlich noch fast keinen Arbeitstag hier ohne irgendwo auf Schildkröte zu treffen oder gar ohne in den Gräben auf Wasserschlangen zu stoßen.


Warum wir das überhaupt erwähnen?

Weil diese zwei Tiere dafür sorgen könnten, dass die gesamte Construction für mehrere Stunden geschlossen werden könnte, sollten zu Viele von Ihnen einen Kaffeeklatsch veranstalten, denn der gesamte Bereich gilt als Tier-und Naturschutzgebiet.


Und wenn wir schon im Tierreich sind: Unser im Garten lebender Groundhog hat Nachwuchs bekommen.

3 kleine Babies sind uns heute im Küchenfenster begegnet.

Dazu die Kojoten, die man jede Nacht heulen hört und überhaupt die vielen Tiere um uns herum geben einem ein mehr als eindrucksvolles Gefühl davon, wie viel die Tierwelt in diesem Land selbst in dicht-besiedelten Gegenden zu bieten hat.

Wir melden uns bald wieder mit mehr, bevor der Rahmen hier gesprengt wird.

19.07.2018, Napanee, ON Kanada

Endlich Zeit um die Umgebung zu Erkunden


Da wir schon wieder eine längere Zeit über nicht von uns haben hören lassen, haben wir nun die für uns interessantesten bzw. ausschlaggebendsten Geschehnisse der letzten Wochen gesammelt und für euch zusammen gefasst.

Wir haben es nämlich geschafft uns durch ein eingespieltes Team-Timing an drei Wochenenden komplett frei zu nehmen, damit wir endlich etwas tiefer in Traditionen eintauchen und „weitere Kleinausflüge“ in Angriff nehmen konnten.

Angefangen bei einem überragenden Canada-Day-Wochenende, zu dem wir von einem neu-gewonnenen Freund geladen wurden und auf eine wirklich schöne und authentische Art erleben durften wie die Kanadier unter sich ihren wohl wichtigsten Feiertag im Jahr feiern, zudem genossen wir ein „privates“ Feuerwerk derartigen Ausmaßes, wie wir es bei uns höchstens nur an Silvester erleben können.

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An der Stelle ein riesiges Dankeschön an Ron, der uns wirklich wie Familienmitglieder behandelt und sich rund um die Uhr um uns gekümmert hat.

> Roni-boy, we know you probably can’t understand what is written above - not yet at least - but don’t worry, the German lessons will go on 😁

We just want to let you know we are unbelievable thankful and glad for your invitation and the chance as well as the allowance to come to your house being your German guests!

You became a good and real friend from us we don’t want to loose and we are looking forward to welcome you someday in our country, doesn’t matter where we will be tho. You promised to stay in touch, we promise to kidnap you, if not! 💪🏽

And at all, we promise to keep our promise ;)

Das zweite und dritte Wochenende haben wir durch einen Familienbesuch ebenfalls in vollen Zügen genießen können, denn selten erlebt man, dass von Europa aus ein so langer Flug in ein soooo fernes und umfangreiches Land in Angriff genommen wird, nur um Zeit mit uns verbringen zu können und das obwohl wir wohl oder übel an einen bestimmten Radius gebunden waren/ sind. Da wir uns allerdings genau zwischen Ottawa, Montreal, Toronto und der Grenze zu den US-Staaten befinden, gab es doch genug Möglichkeiten, größere Ausflüge zu gestalten.

Mal nicht abgesehen von den wunderschönen, kleineren Städten, die sich innerhalb des gesetzten Radius ebenfalls zu entdecken lohnen!


Was wir hier die letzten Wochen mittlerweile ebenfalls erleben durften, waren Temperaturen bis zu 37 Grad, die man mit einem Land wie Kanada nicht unbedingt in Verbindung bringen würde. Da 37 Grad dennoch nicht wirklich außergewöhnlich klingen, muss man hinzufügen, dass sich die Luftfeuchtigkeit an manchen Tagen bei 100% befand und die gefühlten Temperaturen dadurch sogar bei ca. 45 Grad lagen.


Auch in unserem LT hat sich das natürlich bemerkbar gemacht. Da wir nicht kalkulieren konnten, wann die Nächte hier wieder abkühlen werden, haben wir uns provisorisch etwas einfallen lassen, was schlussendlich zu einer sehr günstig-provisorischen Nachrüstung geführt hat. - Einer Baumarktklimaanlage sei Dank.

Durch unseren Strom-Generator von DENQBAR und einer neuen Befestigung am Auto, die derzeit in Bearbeitung ist, wird es uns sogar möglich sein die Anlage während langer Fahrten in der Hitze nutzen zu können. Eine Nachrüstungs-Anlage fürs Auto oder gar eine richtige Camperklimaanlage ist hier zwar recht preiswert zu ergattern, jedoch fehlt uns in jeglicher Hinsicht der Platz, um diese überhaupt nach zu rüsten. So bleibt uns nur die Option des Improvisierens.


Manche werden sich fragen, warum wir nicht einfach außerhalb des Autos schlafen, doch die Moskito-Gesellschaft in Kanada ist nicht gerade die sympathischste aller tierischen Gesellschaften hier.

Neben mehrere Kojoten-Rudel, die uns nachts die Schlafenszeiten vor jaulen und Schwarzbeeren, die hier in letzter Zeit oft gesichtet wurden, zeigt uns unser Malamute-Baby, dass es nachts doch lieber noch im Auto schlafen möchte. 🌙🐺

More updates comming soon!

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